Hütehunde

Hütehunde sind Arbeitshunde, die speziell für das Hüten von Vieh gezüchtet wurden. Sie sind intelligent, aufmerksam und haben einen starken Arbeitsdrang.

Bekannte Hütehund-Rassen:

• Border Collie
• Australian Shepherd
• Shetland Sheepdog
• Collie
• Old English Sheepdog

Häufige Krankheiten von Hütehunden

Grundlagen, um die Ernährungsbedürfnisse deines Vierbeiners aus wissenschaftlicher Sicht besser zu verstehen.

Hüftgelenksdysplasie

Hüftgelenksdysplasie ist eine häufige, genetisch bedingte Gelenkerkrankung, deren Verlauf nachweislich durch falsche Ernährung und Übergewicht verschärft werden kann - eine gezielt angepasste Fütterung spielt daher eine entscheidende Rolle in der Vorbeugung.

Mehr erfahren Weniger anzeigen

Definition

Die Hüftgelenksdysplasie (HD) ist eine genetisch bedingte Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Hunde werden hierbei mit normal entwickelten Hüften geboren, im Laufe der Zeit entwickelt sich jedoch eine fehlerhafte Anatomie. Dies führt zu degenerativen Gelenkerkrankungen, Instabilität sowie Schmerzen und Lahmheit. Es gibt eine deutliche Rassendisposition, etwa 50 % der Bernhardiner und über 70 % der Bulldoggen sind betroffen.

Allgemein

Diese Erkrankung ist genetisch bedingt. Sie kann aber nachweislich durch einen Nährstoffmangel begünstigt werden, denn der bedeutendste und am besten untersuchte äußere Risikofaktor für eine HD ist die Ernährung. Eine angepasste Ernährung ist also von großer Bedeutung. Studien zeigen, dass Nahrungsergänzungsmittel wie Glucosamin, Chondroitin und Omega-3-Fettsäuren zur Prävention einer HD beitragen können. Das Gewichtsmanagement spielt ebenfalls eine Rolle: Übergewichtige Tiere sind anfälliger für Hüftgelenksdysplasien als Hunde, die ein Idealgewicht aufweisen.

(Quellen: https://phaidra.vetmeduni.ac.at/view/o:2557, S. 8; „Kleintier konkret“ von Challande-Kathmann, Iris, S. 37 f.)

Zutaten

• Glucosamin, Chondroitinsulfat und Grünlippmuschel sind knorpelaufbauende Substanzen, welche die Gesundheit von Gelenken und Knorpel fördern und das Fortschreiten von Gelenkerkrankungen verlangsamen können
• Fischöl enthält viele Omega-3-Fettsäuren, welche eine entzündungshemmende Wirkung aufweisen
• Erbsen enthalten Antioxidantien, vor allem viel Vitamin E, welches die Zellen schützt

(Quelle: „Kleintier konkret“ von Challande-Kathmann, Iris, S. 38)

Katarakt

Ein Katarakt ist die Trübung der Augenlinse, die bis zur Erblindung führen kann - eine angepasste Ernährung mit Antioxidantien und Omega-3-Fettsäuren kann das Ausmaß der Erkrankung eindämmen.

Mehr erfahren Weniger anzeigen

Definition

Ein Katarakt ist die Trübung der Augenlinse, die bis zur Erblindung führen kann.

Allgemein

Sekundär ist auch eine angepasste Ernährung bei Augenerkrankungen und deren Prävention wichtig. Genetische Veranlagungen können dadurch nicht eliminiert werden, aber das Ausmaß der Erkrankung kann eingedämmt werden.

Zutaten

• Blaubeeren und Karotten enthalten Antioxidantien, die vor einer altersbedingten Augenerkrankung schützen können
• Fischöl enthält wertvolle Omega-3-Fettsäuren, welche die Augengesundheit fördern

Osteochondrose

Die Osteochondrose ist eine Entwicklungsstörung des Knorpels in den Wachstumsfugen - knorpelaufbauende Nährstoffe und Omega-3-Fettsäuren unterstützen den Gelenkstoffwechsel und die Regeneration.

Mehr erfahren Weniger anzeigen

Definition

Die Osteochondrose beschreibt eine Entwicklungsstörung des Knorpels in den Wachstumsfugen.

Allgemein

Studien belegen, dass Omega-3-Fettsäuren und ein angemessener Vitamin-E-Gehalt unterstützend auf den Gelenkstoffwechsel wirken.

Zutaten

• Glukosamin, Chondroitinsulfat, Grünlippmuschel und Fischöl unterstützen die Gelenkgesundheit, lindern Entzündungen und fördern die Regeneration von Knorpelgewebe, was bei der Prävention von Gelenkerkrankungen wie der Osteochondrose hilfreich ist

(Quelle: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S1756464623003444, S. 15 ff.)

Wobbler Syndrom

Das Wobbler Syndrom ist ein durch Nervenschädigungen an der Halswirbelsäule hervorgerufener Symptomkomplex - eine angepasste Ernährung, besonders in der Wachstumsphase, spielt bei der Prävention eine wichtige Rolle.

Mehr erfahren Weniger anzeigen

Definition

Das Wobbler Syndrom ist eine zervikale Spondylomyelopathie. Dies beschreibt einen Symptomkomplex, welcher durch Nervenschädigungen hervorgerufen wird. Er tritt besonders häufig bei Dobermännern und Deutschen Doggen auf, ebenso bei Schäferhunden, Berner Sennenhunden, Neufundländern, Labradoren, Weimaranern, Rottweilern, Australischen Schäferhunden, Cocker Spaniels, Beagles und Dackeln. Männliche Hunde sind doppelt so häufig betroffen wie weibliche.

Allgemein

Der Zusammenhang zwischen Wirbelkörpermissbildungen und Fehlernährungen, insbesondere in der Wachstumsphase, ist durch Studien fundiert. Kalzium spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Prävention dieser Krankheit.

(Quelle: https://jlupub.ub.uni-giessen.de/server/api/core/bitstreams/1978637d-366b-4e11-a9ec-2abcf2016925/content, S. 4 f. und S. 18)

Zutaten

• Kartoffeln enthalten Kalzium, welches sich nachweislich präventiv auf Wirbelkörpermissbildungen auswirkt

Zystinsteine

Harnsteine sind feste Ablagerungen in den Harnwegen, die durch Auskristallisation von Mineralien entstehen - über eine angepasste Ernährung lässt sich der Bildung von Steinen gezielt vorbeugen.

Mehr erfahren Weniger anzeigen

Definition

Harnsteine (auch als Urolithen bekannt) sind feste Ablagerungen, die sich in den Harnwegen von Tieren bilden, einschließlich der Blase, der Harnleiter oder der Nieren. Sie entstehen durch die Auskristallisation von Mineralien und anderen Substanzen im Urin. Harnsteine können unterschiedliche Zusammensetzungen haben.

Allgemein

Bei der Anpassung des Futtermittels auf Harnsteine steht im Vordergrund, die Zufuhr dieser Konkrementbildner zu reduzieren. Zudem ist eine Absenkung des pH-Wertes im Harn günstig, um Harnsteinen vorzubeugen, da hierdurch die Löslichkeit der Substanzen vergrößert wird. Zystinsteine bestehen aus der Aminosäure Zystin. Diese Art von Stein entsteht, wenn Zystin, das normalerweise im Urin gelöst ist, in unlösliche Kristalle umgewandelt wird. Zystinreiche Futtermittel wie Ei- und Eierprodukte sind zu vermeiden.

(Quelle: „Praktikum der Hundeklinik“ von Kohn B. und Schwarz G., S. 1305)

Zutaten

• Fischöl, Leinsamen und Grünlippmuschel tragen zu einem ausgewogenen Mineralstoffhaushalt bei und können entzündliche Prozesse in den Harnwegen reduzieren. Sie helfen, die Bildung von Steinen zu verhindern